GDL und die Bahn – schönes Deutschland
Nun ist es also soweit. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat mit den längsten Streiks in der Geschichte der Deutschen Bahn begonnen. Von Mittwoch bis Samstag wird der Güterverkehr und von Donnerstag bis Samstag ebenfalls der Personenverkehr bestreikt.
Worum geht es ?
Die Hauptforderung der GDL ist ein eigener Tarifvertrag. Bisher wurden die Lokführer der GDL im Gewerkschaftsverbund mit Transnet und der DBAG entlohnt. Des weiteren steht eine Lohnforderung von +31% im Raum. Wobei laut GDL aussagen dies nicht mehr zwangsläufig gilt. (Wenn man einen eigenen Vertrag hat, kann man ja nächstes Jahr wieder mit dieser Forderung in den Streik treten.)
Doch warum wehrt sich die Bahn gegen diesen Vetrag ?
Nun, zum einen haben Gewerkschaften, wie man aktuell sieht, relativ viel Macht. Je mehr Gewerkschaften eine Firma hat, desto schlechter können neue Wege eingeleitet werden.
Des weiteren würde auch folgendes Szenario eintreten:
Lokführer A – Mitglied der GDL – bezahlt nach GDL Tarifvertrag
Lokführer B – Mitglied der Transnet – bezahlt nach Transnet Tarifvertrag
Lokführer C – nicht organisiert
Der Bürokratieaufwand würde wieder ansteigen.
Ich will jetzt nicht zu tief darauf eingehen. Es soll als Beispiel ausreichen.
Dies ist aber wieder Typisch Deutschland.
Das Lagerfeuer des Aufschwungs fängt gerade an aufzuflammen, dann werfen alle Holz drauf, um das Feuer zu ersticken.
(Ich Danke hiermit allen Gewerkschaften, die es anscheinend nicht schaffen, halbwegs intelligente Menschen an Ihre Führung zu setzen.
Wer schonmal einen Auftritt von DGB-Chef Michael Sommer bei z.B. Sabine Christiansen gesehen hat, weiß was ich meine.)
Aber es scheint einen Trend dahin zu geben, das kleine Splittergewerkschaften eingene Verträge haben wollen. Wir erinnern uns an den Ärtztestreik. Vom “Marburger Bund” hat vorher kaum einer etwas gehört.
Dasselbe bei der Piloten Gewerkschaft “Cockpit”.Wir gehen mal in die 70er Jahre und ca. 500 km weiter Nord-Westlich zurück. England.
Genau dieser Trend war vor 30-35 Jahren dort zu erkennen.
Allerdings mit einem nicht so guten Ergebnis. Viele kleine Gewerkschaften hatten die Firmen im Griff. Neuerungen und Fortschritt ging mitte der 80er gegen null. England stand kurz vor dem Wirtschaftlichen kollaps.Wenn dies so weiter geht, sehe ich bei den Arbeitslosenzahlen wieder die 5 bis 6 an der ersten Stelle.Danke Gewerkschaften !
